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Besuch der KZ-Gedenkstätte Neustadt

Der Geschichtekurs 13ge4 des Gymnasium Edenkoben mit seinen Lehrerinnen Frau Euler und Frau Graf bekam am 18.12.17 die Chance bei einer Exkursion in das Arrestgebäude der ehemaligen Turenne-Kaserne in Neustadt, die Ver­gangenheit der eigenen Vorfahren im Bezug auf den Nationalsozialismus zu recherchieren und so möglicherweise neue Aspekte der Familiengeschichte aufzudecken.

Bei der Ankunft gegen 12 Uhr wurden wir begrüßt von Eberhard Dittus dem Leiter der Einrichtung, der seit Beginn der Idee für eine Gedenkstätte als Unterstützer engagiert ist und dies auch schon zu seiner aktiven Berufszeit als evangelischer Pfarrer praktizierte.

Die Führung beginnt in einem Raum, in dem verschiedene (Kinder-)Bücher und weitere aktuelle Medien für Kinder und Jugendliche liegen, die dabei helfen sollen, für Toleranz und Pazifismus zu sensibilisieren und so prophylaktisch gegen eine Wiederholung der Geschehnisse vor und während des Zweiten Welt­krieges in Deutschland vorzugehen.

Der Raum war zu früheren Zeiten eine Arrestzelle, welche von den Nationalsozialisten ge­nutzt wurde, um Regimekritiker stumm zu schalten und einzuschüchtern. Unse­re Führung startete hier mit einer Übersicht über den Ablauf des Programms und einer Einführung in die eigentliche Ausstellungsstätte. Danach bekamen wir Zeit über das Gelände zu gehen und uns die ersten Impressionen zu holen, die er dann zu einem späteren Zeitpunkt aufgriff und in einer mit viel Hintergrundwissen verpackten Weise den Schülern nahe brachte. Zentrale Themen sind der Nationalsozialismus in Neustadt, der Umgang mit politischen Gegnern der Nazis und die Art der Propaganda der Umgebung Neustadts.

Zuletzt bekamen wir das Archiv der Gedenkstätte zur Verfügung gestellt, um die Schick­sale einzelner Häftlinge zu recherchieren und der Gruppe vorzustellen, sodass vieles für Schüler einfacher und anschaulicher behandelt wurde und so eine Art emotionaler Gegenpol zu den nüchternen Fakten der Schulbücher geboten wurde.

In einer abschließenden Feedbackrunde tauschte man sich über den hohen Stellenwert von Exkursionen im Fach Geschichte aus, da diese gerade die emotionale Seite ansprechen und Geschichte so „begreifbar“ machen.

Casimir Claus, 13ge4