Gymnasium Edenkoben

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Grundausbildung der neuen Streitschlichter

Die angehenden Streitschlichter erhielten nach einer Grundausbildung ihre Zertifikate und können nun ihre Ausbildung weiter fortsetzen.

Wir waren 14 Teilnehmer, die nach einem Interessententreffen ausgelost wurden, um die Ausbildung zum Schulwegbegleiter zu absolvieren. Die Ausbildung wurde vom VRN durchgeführt und finanziert, und sollte unsere Grundlage für eine Weiterbildung zum Streitschlichter sein.

Wir trafen uns also am Freitag, den 19 Februar 2010, im Zug Richtung Neustadt, von wo wir mit dem Bus zum Naturfreundehaus Neustadt fuhren. Dort sollte unsere Ausbildung bis zum nächsten Tag stattfinden. Unsere Gruppe war bunt gemischt, sie bestand aus Neunt- und Zehntklässlern, Mädchen so wie Jungen, die sich zum Streitschlichter ausbilden lassen wollten. Es waren auch zwei betreuende Lehrkräfte dabei, Frau Christmann und Frau Montandon.

Streitschlichter

Der Fußweg zum Naturfreundehaus war beschwerlich, da die Straße komplett mit Eis bedeckt war und es so zu einer lustigen Rutschpartie wurde. Dort endlich angekommen, lernten wir unsere Ausbildungsleiterin Frau Barner-Grüber kennen, die vom VRN engagiert wurde, und wir bezogen zunächst unsere Zimmer. Dann begannen wir mit der Ausbildung.

Zunächst klärten wir, in welcher Stimmung wir waren, denn je nach dem, wenn man schlechte Laune hatte, konnte das schnell in einem Konflikt enden. Wir überlegten uns auch, was alles geschehen musste, um dies zu schrecklichen zwei Tagen werden zu lassen, doch natürlich traf davon nichts ein. Wir machten verschiedene Übungen und vor allem Rollenspiele, die uns helfen sollten bestimmte Situationen zu analysieren. Unter dem Thema aktives Zuhören lernten wir, wie ein gutes Gespräch verlaufen sollte. Sehr interessant war das Thema der Wahrnehmung, denn es zeigte in verschiedenen Spielen, dass jeder durch die Erziehung und sein Umfeld auch bei einfachen Dingen (wie zum Beispiel dem Wort "Tisch") ein anderes Bild im Kopf hat. Dies kann schnell zu Konflikten führen. Auch wichtig in unserer Ausbildung war die Kommunikation, wie zum Beispiel in oft beleidigenden Du-Botschaften eigentlich eine Selbstmitteilung (Ich-Botschaft) steckt. Wir unterhielten uns auch über Beschuldigungen und wie man diese so ausdrücken kann, ohne den anderen zu verletzen.

Die Ausbildung wurde immer wieder von Spielen und Rollenspielen aufgelockert, außerdem wurden wir vom Naturfreundehaus reichlich mit Kuchen, Getränken und Essen versorgt, sodass es uns an nichts fehlte. So war es ruck zuck Abend und wir saßen noch zusammen und spielten Tabu und andere Kartenspiele, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen, bis ab 11 Uhr Bettruhe war.

Am nächsten Morgen setzten wir, nach einem reichlichem Frühstück, die Ausbildung fort, wir besprachen verschiedene Konflikte und auch das Eisbergprinzip, das besagt, dass nur 10% des Konflikts sichtbar sind (Eisbergspitze) und 90% nicht sichtbar unter der "Wasseroberfläche" liegen. Unter dem Überbegriff Deeskalation analysierten wir verschiedene Typen in einem Konflikt, beispielsweise den kommunikativen Typ, der bei einem Konflikt nur mit Worten eingreift, aber selbst nicht handgreiflich wird. Zum Schluss fassten wir noch einmal alles zusammen und wiederholten die wichtigsten Dinge, unsere Ausbilderin war sehr zufrieden mit uns.

Nachdem wir nach den zwei Tagen zurück in den Alltag gefunden hatten, dauerte es nicht lange, bis wir am 19. März von Frau Barner-Grüber Besuch bekamen und sie jedem von uns zusammen mit Herr Kargus ein Paket überreichte, das natürlich eine Urkunde und einen offiziellen Schulwegbegleiterausweis enthielt, aber auch mit einem Füller, einem Umhängeband und einem Ordner gefüllt war, in dem alles stand, was wir an den zwei Tagen besprochen hatten.