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Der 12er Chemie-LK experimentiert im Schüler-Labor der BASF

Am Freitag, den 21.09. waren wir, der 12er Chemie-Leistungskurs mit Frau Zimmermann, in der BASF Ludwigshafen zu Gast. Gegen 7.45 Uhr trafen wir uns in Edenkoben am Bahnhof und fuhren gemeinsam nach Ludwigshafen. Als wir in der BASF eintrafen wurden wir herzlichst empfangen. Unser Programm drehte sich um das Thema Katalyse, welches uns sehr interessierte. (In der Woche zuvor schrieben wir darüber auch eine Kursarbeit.)

Einige Schüler absolvierten schon ihr diesjähriges Betriebspraktikum in Laboren der BASF, aber für die meisten von uns Schülern war es das erste Mal in einem richtigen Labor mit Abzug, Experimentierkitteln und mit verschärften Sicherheitsvorkehrungen zu arbeiten. Besonders spannend und experimentell anspruchsvoll war das praktische Ausarbeiten der Ammoniak-Synthese, da es uns in der Schule leider aus finanziellen und materiellen Mitteln nicht möglich ist diese durchzuführen. Zunächst mussten wir den Katalysator selbst herstellen und in das Reaktionsrohr befördern. Der anschließende Aufbau der Apparatur war sehr kompliziert, da alles dicht sein musste. Obwohl es die Ausbeute erhöht hätte, konnte im Schülerlabor nicht unter höherem Druck gearbeitet werden. Somit war die Menge an hergestelltem Ammoniak äußerst gering und reichte nicht aus, das Gas auch geruchlich wahrnehmen zu können. Aber mit Phenolphtalein-Lösung gelang trotzdem ein positiver Ammoniak Nachweis.

Weitere Versuche wie der brennende Zuckerwürfel, der Blue Bottle Versuch und die Briggs-Rauscher-Reaktion zeigten uns neue wertvolle Erkenntnisse:

So kannten wir bisher keine Reaktion, die sich periodisch wiederholt und die Lösung abwechselnd Blau-Gold-Blau-Gold… erscheinen lässt. Bei dieser „Jod-Uhr“ oder Briggs-Rauscher-Reaktion war besonders der Farbwechsel faszinierend mit anzusehen. Hier entstanden auch viele Handyvideos. Nach ein paar Minuten blieb die blaue Farbe und der „Spuk“ war wieder vorbei.

Der Blue Bottle Versuch ist ein sehr einfacher Versuch aber dennoch faszinierend, da die Lösung zunächst farblos ist. Durch kurzes Schütteln färbt sich die Lösung blau, diese Verfärbung verschwindet nach einer gewissen Zeit wie von Geisterhand. Dieser Vorgang lässt sich mehrfach wiederholen. Von einigen wurde der Versuch auch in einer violetten Variante durch die Zugabe von Phenolphtalein durchgeführt.

Wir bedanken uns herzlichst bei der BASF für das erfolgreiche und spannende Erlebnis. Besonders danken wir den Mitarbeiterinnen, die uns während des gesamten Tages betreuten und uns Experimente ausführlich erklärten. Nach einem sehr gelungenen Tag ohne Komplikationen erreichten wir gegen 15 Uhr Edenkoben.

Die Programme der BASF für das Tenns Lab Oberstufe sind sehr empfehlenswert, machen Spaß und haben uns auch im Hinblick auf die spätere Berufswahl weitergeholfen.

 

Bericht von Lukas Leibfried, Chemie-LK 12 Zim