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Exkursion in die jüdische Vergangenheit Kirrweilers

Vergangenen Freitag, den 09.11.2018, der auch der 80. Jahrestag der Reichsprogromnacht war, hat sich die Klasse 10a des Gymnasiums Edenkoben und ihr Lehrer Herr Krüger mit der ortsansässigen Gästeführerin Frau Bauer und Herrn Fritz Roth in Kirrweiler getroffen, um mehr über die Juden in der deutschen Geschichte, insbesondere in der Pfalz, herauszufinden.

Im Laufe unseres Aufenthaltes haben wir einige alte Häuser von Juden zu der Zeit gesehen und unserer Führer, Herr Roth, erklärte, dass in der Nacht von 09.11. auf den 10.11. die Scheiben der „Reichsfeinde“ eingeschlagen worden sind und sogar hineingeschossen wurde. Die Bewohner, wenn die noch konnten, versuchten zu flüchten, so wie die Einwohner eines anderen Hauses. Diese waren nach New York geflüchtet und hatten dort als Hausfrau und Bodenschrubber gearbeitet, bis sie nach Kriegsende wieder zurückkehren konnten. Auch haben wir eine ehemalige „Mikwe“, ein Judenbad, was es sonst noch in Speyer und Worms gibt, besucht. Die Juden hatten sich in den „Mikwen“ von rituellen Unreinheiten durch das Untertauchen in Grundwasser befreit. Wir haben den Judenfriedhof von Kirrweiler besucht, auf dem alle Grabsteine in einer Linie zu einander aufgestellt waren. Die standen dort so weil sie zur Zeit des Dritten Reiches entfernt wurden, weil man keinen jüdischen Friedhof dulden wollte. Jedoch wurden sie später wieder aufgestellt. Herr Roth erklärte uns, dass der Friedhof eigentlich verkauft werden sollte, jedoch wollte das ein Bürgermeister  nicht und verweigerte die Unterschrift.

Unser Ausflug nach Kirrweiler hat sehr viel Spaß gemacht und wir haben sehr viel über die Juden in Kirrweiler erfahren. Wir bedanken uns für das  Organisieren sowie Herrn Roth für die tolle und informative Rundführung.  

Sven Keil (10a)