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„Findet uns das Glück?“ - DS-Kurs ist Produktionsklasse am Nationaltheater Mannheim

Im Rahmen der Kooperation zwischen dem Gymnasium Edenkoben und dem Nationaltheater in Mannheim erhielt der DS-Kurs 11 von Frau Samsel für die Produktion „Findet uns das Glück?“ die Möglichkeit zu exklusiven Einblicken in Entstehung und Entwicklung dieser Inszenierung.

Eine Produktionsbegleitung bedeutet Gespräche mit der Dramaturgie, Probenbesuche und Einblicke in den Theaterbetrieb sowie den Premieren- oder Vorstellungsbesuch. Herzlich betreut von der Koordinatorin Paula Franke machten wir uns zweimal im November auf den Weg ins Nationaltheater und bekamen zuerst eine Führung durch die erstaunlich weitläufigen Theatergebäude, die nicht nur allen vier Sparten (Schauspiel, Oper, Ballett und junges Theater) Raum bieten, sondern auch im Untergeschoss, genannt „Der Bunker“, und in den diversen Lagerräumen Unmengen von Kulissen, Kostümen, Requisiten und Technik beherbergen. Auch die Schauspielbühne und die Werkstätten durften wir besichtigen. Im anschließenden Probenbesuch präsentierte uns das Ensemble unter der Regie von Stefan Otteni und der Dramaturgin Kerstin Grübmeyer eine interaktive Szene aus ihrem Stück. Es setzt sich mit der Frage auseinander, wie wir heute (in der Gesellschaft) gut zusammenleben können bzw. was uns daran hindert - und was letztlich Glück ausmacht. In einem sehr offenen und spannenden Gespräch haben wir uns genau mit diesen Themen befasst und auch die Frage diskutiert, welche Rolle das Theater insbesondere für junge Menschen in Zeiten des digitalen Überangebots übernehmen kann oder soll. Bei unserem zweiten Besuch trafen wir vor der Öffentlichen Probe am Abend noch einmal die Dramaturgin Kerstin Grübmeyer und den Schauspieler Robin Krakowski und erlebten diesmal einen längeren Ausschnitt aus dieser Theaterform „zwischen Aufführung, Versammlung und Gesellschaftsspiel mit viel Musik“, die das Publikum mit einbezieht. Jetzt sind wir sehr gespannt auf die Premiere am 1. Dezember 2018 und können jetzt schon sagen, dass diese Form der Kooperation zwischen Schule und Theater für beide Seiten eine Bereicherung - oder sogar ein Glück - darstellt: Gerade für DSSchülerinnen und Schüler ein ungewöhnlicher und spannender Blick hinter die Kulissen und für das Produktionsteam eine wertvolle Rückmeldung zur Weiterentwicklung ihres Stücks.

NACHTRAG:

Inzwischen liegt die Premiere hinter uns - und man kann sagen: Das war ganz großes Theater! Wir waren sehr gespannt auf das Stück, denn trotz unserer Begleitung des Probenprozesses haben wir keine richtige Vorstellung davon, wie sich die interaktive Produktion als abendfüllendes Programm zu präsentieren vermag. Es gab einige lustige, viele berührende, aber auch nachdenkliche Momente und auch die SchülerInnen des LK Deutschs, die uns unvorbereitet ins Theater begleitet haben, waren en gros angetan von diesem Potpourri an unterschiedlichsten Szenen auf verschiedenen Bühnen im Großen Haus. Besonderes Highlight war die Live-Beichte vor dem gesamten Theaterpublikum, zu der Fynn und Fine sich trauten. Schade, dass es jetzt schon wieder vorbei ist - mit dem Glück & Co…

(Hanne Samsel)