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Verdun 2019: Eine Exkursion mit bleibendem Eindruck

Am 08. Mai haben interessierte Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen unserer Schule an der Exkursion in die Gedenklandschaft Verdun teilgenommen. Mit ihrem friedenspädagogischen Schwerpunkt setzen sich die Organisatoren Frau Graf und Herr Stenke das Ziel, die TeilnehmerInnen für die Folgen von Nationalismus und Untertanenmentalität zu sensibilisieren und ein Bewusstsein für die Bedeutung der friedlichen Koexistenz der europäischen Nationen zu schaffen – im Jahr des Brexits und der Europawahl ist die Frage, wo Europa herkommt und wie es sich weiter entwickeln soll, aktueller denn je.

Die Schülerin Laura Pezzetta schildert hier ihre Eindrücke:

Gegen 8 Uhr sind wir, 48 Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen, aufgebrochen. Wir hatten eine 3,5 stündige Fahrt vor uns, die gegen Ende mit einem Quiz zu Verdun aufgepeppt wurde. Als wir schließlich da waren, besuchten wir das Mémorial de Verdun, in dem verschiedenste Quellen gesammelt und für Besucher ausgestellt sind. Dort gibt es die unterschiedlichsten Überreste wie z.B.: Waffen, Soldatenkleidung oder auch Kanonen. Dazu wurde das Schlachtfeld durch alte, echte Bilder und Erklärungen sowie wahre Zitate von den Soldaten veranschaulicht, sodass man sich den Krieg zwischen Frankreich und Deutschland sehr gut vorstellen konnte. Anschließend hatten wir eine Führung durch das Fort Douaumont. Dort wurden wir durch Räume geführt, wie die Schlafkammer, den Waschraum oder auch den Geschützturm. Es war kaum vorstellbar, wie dort bis zu 2400 Männer jeden Tag mit der Angst leben konnten, dass sie vielleicht bald sterben werden!

Nachdem wir noch oberhalb der Festung waren und dort auch Bombenkrater sahen gingen wir zu dem Gebeinhaus, welches alte, nicht identifizierbare Knochen von verstorbenen Soldaten lagert. In dem langen Gang des Gebeinhauses steht auf jedem Stein ein Geburts- und Sterbedatum des gefallenen Soldaten. Davor befindet sich die Kriegsgedenkstätte mit ca. 16.000 weißen Kreuzen, die für Soldaten sind, welche man identifizieren konnte. Zuletzt gingen wir noch zu einer kleinen Kapelle in Fleury. Dort war vor der Schlacht ein kleines Dorf, welches jedoch ausgelöscht und zerbombt wurde. Alle Gebäude haben die Europaflagge aufgehängt, als Zeichen für die Vereinigung von Europa, aber insbesondere für Deutschland und Frankreich.