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Der Besuch von Herrn Trinh-Do am 11.12.2019

Am Mittwoch den 11. Dezember 2019 hatten wir Besuch eines Zeitzeugen des Vietnamkriegs, Herrn Trinh-Do. Er kam auf Einladung von Herrn Stenke in unseren Geschichtsunterricht. Passend zu unserem aktuellen Unterrichtsthema sollte uns Herr Trinh-Do seine Erfahrungen zu Krieg, Flucht, Aufnahme in Deutschland, seinen Werdegang und seine aktuellen Tätigkeiten berichten.

Herr Trinh-Do wurde in der vietnamesischen Küstenstadt „Da-Nang“ geboren und lebte dort bis er 1979 als zwölfjähriger Junge vor dem Vietnamkrieg fliehen musste. Zunächst floh er mit 67 anderen Flüchtlingen auf einem kleinen Fischerboot in Richtung Malaysia. Nach 13 harten Tagen auf dem kleinen Boot, ohne Essen und Trinken, strandeten sie auf einer Insel. Dort konnten sie Geld und Schmuck gegen Essen eintauschen, um zu überleben. Anschließend wurden sie erst auf die Sammelinsel „Keramut“, dann nach „Erajam“ gebracht, wo sich indonesische Familien um ihn kümmerten. Zu seinem großen Glück war in dem dortigen Kloster eine deutsche Nonne, die 30 Flüchtlingskinder aus Vietnam nach Deutschland mitnehmen sollte, darunter auch Herr Trinh-Do. In Deutschland wuchs er in einer Pflegefamilie auf und konnte seinem Traum Priester zu werden nachgehen. Sein Theologiestudium brach er jedoch ab und studierte Sozialpädagogik. Heute setzt sich Herr Trinh-Do, sowohl privat als auch beruflich als Seelsorger der Caritas Speyer, für den Frieden ein.

Abschließend kann man sagen, dass der Besuch ein voller Erfolg war. Wir haben uns gerne seine Geschichte angehört und es wurden einige interessante Rückfragen gestellt. Ich denke, dass die meisten Schülerinnen und Schüler jetzt ein besseres Bild der Dinge haben. Es war für uns alle sehr eindrucksvoll, die Schilderungen eines tatsächlich von Krieg und Flucht Betroffenen zu hören.

 

Charlotte Lemcke, 10b