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Einweihung der 3D-Drucker am Gymnasium Edenkoben

Seit nun zwei Wochen sind sie da, die neuen hochwertigen 3D-Drucker am Gymnasium Edenkoben. Ausgepackt und installiert wurden die Geräte von der Netzwerk-AG um Thomas Bittig und Simon Terber. Bezahlt und unterstützt wird das neue digitale Projekt vom Förderverein der Schule. An dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank für die Unterstützung.

Die neuen Drucker passen perfekt in die bisherige Ausstattung unserer Schule. Mit den vorhandenen Schultablets (Android und iOS) sowie den Laptops und Stand-PCs können 3D-Designs in einem Online-Editor erstellt und Projekte in jeder Klasse durchgeführt werden. Die 3D-Drucker unterstützen damit das technische und auch räumliche Vorstellungsvermögen der Schülerinnen und Schüler und lassen sich so auch im Zusammenhang mit dem Kompetenzerwerb des "Medienkomp@ss RLP" hervorragend einbinden.

In erster Linie profitieren aktuell die beiden Fächer Bildende Kunst und lnformatik von den neuen Möglichkeiten des 3D-Drucks. So können technische Gebilde (Gehäuseformen usw.) und auch Kunst- und Designobjekte ausgeprintet und weiter verarbeitet werden. Derzeit entwickeln wir Lösungen für die weitere Unterrichtsarbeit mit den zwei neuen Geräten.

3D-Gestaltung kann hierbei über das kostenlose Online-Werkzeug "Tinkercad" stattfinden. Digitale 3D-Projekte sind als Einzel- und Gruppenarbeit machbar, der Lehrer sieht die 3D-Gestaltungsvorgänge über seinen Desktop und kann live eingreifen oder Tipps geben. Die Netzwerk-AG hat die Möglichkeiten der Software bereits ausgelotet und ist begeistert.

Für die Schule hat die Arbeit mit 3D-Druck diverse Vorteile. So können Prototypen für Designs erarbeitet und gegenübergestellt werden. Mit Arbeitsteilung können größere 3D-Projekte (Hausbau) realisiert werden. Dabei übernehmen Schüler Teilbereiche der gemeinsamen Arbeit und erarbeiten nach bestimmten Maßstäben Lösungen, die dann später zusammengefügt werden können.

Modelle aus anderen Zusammenhangen (z. B. Ton-Modellierungen) können z. B. auch mittels der App Qlone (für Android/ iOS) eingescannt, in ein 3D-Modell verwandelt und am PC weiterverarbeitet und gemeinsam in Echtzeit von verschiedenen Standorten bearbeitet werden.

Auch stehen im Internet viele kostenfreie Bibliotheken mit fertigen 3D-Modellen zum Download zur Verfügung. Sie bieten sich als Inspiration und zur Weiterarbeit an. Weitere Anwendungsmöglichkeiten sind im Bereich Chemie, Physik gegeben, wenn es um das Visualisieren elementarer Strukturen oder Modelle geht. Unterricht kann so anschaulich und praktisch werden, Sachverhalte werden spannend und kreativ umgesetzt.

Doch wie läuft das mit dem Drucken genau ab? Zunächst erarbeiten die Schülerinnen und Schüler eigene Projektideen mit Tinkercad oder einer vergleichbaren Software. Die Projekte werden als STL- oder OBJ-Dateien gesichert und müssen mit der PRUSA-Slicer-Software noch für den Druck eingelesen und als gcode-Datei an den Drucker weitergeleitet werden.

Das klingt vielleicht kompliziert, ist aber in der Regel ein Arbeitsschritt von wenigen Minuten. Die 3D-Modelle lassen sich in verschiedenen Qualitätsstufen mit Filament verschiedener Farbe (das sind die Druckspulen) ausdrucken.

 

Gymnasium Edenkoben, 06.12.2021