Schulische Lern- und Lebenswelten

Partizipation ist das Ziel

Das Motto „Schulische Lern- und Lebenswelten“ ist die Bezeichnung für ein Projekt, an dem das Gymnasium Edenkoben seit 2015 teilnimmt. Es wird von der Schulpsychologischen Beratung des Landes Rheinland-Pfalz angeboten und zielt auf die Umgestaltung der Lernumwelt für und gemeinsam mit jugendlichen Schülerinnen und Schülern. Die Stärkung von Partizipation, eigenverantwortlichem und selbstgesteuertem Lernen und die Öffnung von Schulen in das gesellschaftliche Umfeld ermöglichen neue ganzheitliche Lernerfahrungen.

Im Rahmen des Projektes versuchen wir, bereits gelebte nachhaltige und jugendgerechte Lern- und Arbeitsformen weiterzuentwickeln und neue Elemente zu etablieren, die gleichfalls Handlungshilfen für den Umgang mit Heterogenität und schulischer Inklusion geben. Unsere Schülerinnen und Schüler möchten wir hiermit in ihren sozialen Kompetenzen stärken und ihre Persönlichkeitsentwicklung fördern.

In diesem Zusammenhang haben wir bereits Folgendes eingeführt:

  • Klassenrat: verbindliche Einführung ab dem 2. Halbjahr in Klassenstufe 5 (bis Klasse 8)

  • Freiarbeitskonzept: selbstgesteuertes Lernen in Klassenstufe 5 und 6; Fortführung in zwei Unterrichtsfächern in Klassenstufe 7

  • Stärkung der SV-Arbeit inkl. eines eigenen SV-Raums

  • Generationenprojekt „jung trifft alt“ im Religions- und Ethikunterricht der Klassenstufe 8

 

Generell verfolgen wir mit dem Projekt folgende mittel- bis langfristige Ziele:

  • Reduzierung lehrergesteuerter Unterrichtsformen und Förderung der Selbstständigkeit

  • Steigerung des Interesses der Schüler am eigenen Lernprozess

  • Erhöhung der Transparenz bezüglich der Leistungserwartungen und der Lern- und Unterrichtsinhalte

  • Weiterentwicklung der Lehrerrolle weg vom Disziplinierenden hin zum Lernberater

  • Schaffung einer für alle Beteiligten anregenden Lern- und Lehrumgebung

  • Verminderung bzw. effektivere Nutzung des Vertretungsunterrichts

     

Selbstverständlich müssen alle in Gang gebrachten Projekte nach einer Einführungs- und Probephase evaluiert werden. In diesem Prozess werden Schüler, Eltern und Lehrkräfte eingebunden, so dass sich Vorteile und Nachteile zeigen und das Vorgehen unter Umständen modifiziert werden kann.

Wir sind davon überzeugt, dass dieser Weg unsere Schule voranbringt und der Schwerpunkt Schülerpartizipation durch dieses Schulentwicklungsprojekt unser Profil nachhaltig geschärft hat.

 

Link zur Infobroschüre des Landes