Der neue Schulleiter stellt sich vor

Liebe Schülerinnen und Schüler,

sehr geehrte Eltern und Erziehungsberechtigte,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

verehrte Kooperationspartner des Gymnasiums Edenkoben,

 

mein Name ist Christian Bayer und ich wurde zum 01.02.2026 an das Gymnasium Edenkoben versetzt und habe die Funktion des Schulleiters übernommen. Ich nutze die Gelegenheit, mich euch und Ihnen vorzustellen, bevor ich dann in den kommenden Wochen möglichst viele Menschen unserer Schulgemeinschaft persönlich kennenlernen möchte.

 

Nach meinem Abitur habe ich Physik an der Technischen Universität Kaiserslautern studiert und wurde dort anschließend über ein Forschungsprojekt aus dem Bereich der Magnetisierungsdynamik promoviert. Da ich auch an der Uni immer gerne unterrichtet habe, nahm ich im März 2006 aus einer Laune heraus eine Vertretungsstelle am Leininger-Gymnasium in Grünstadt an. Nach der ersten Woche war mir klar, dass ich in meinem Traumberuf gelandet bin und nie wieder etwas anderes machen möchte. Deswegen bin ich dann über den sog. Seiteneinstieg mit den Fächern Physik und Mathematik dauerhaft in den Schuldienst gekommen. Im Jahr 2013 wurde ich zweiter stellvertretender Schulleiter an meiner ersten Schule und wechselte dann 2016 als Schulleiter an das Karolinen-Gymnasium nach Frankenthal. Diese Schule habe ich neuneinhalb Jahre geleitet und durch viele Höhen und Tiefen geführt, z. B. durch die Corona-Pandemie und durch die damit verbundene Expansion bei der Nutzung digitaler Medien. Ich habe einen großen Erweiterungsbau in Betrieb genommen und den erheblichen Anstieg der Schülerzahlen begleitet – meine alte Schule ist mittlerweile achtzügig in der Orientierungsstufe.

 

Ich lebe mit meinem Ehemann und unserem gemeinsamen Sohn in der Südpfalz. Da unser Sohn im Sommer in die Schule kommt, war dies der Anlass, über die Verkürzung meines Fahrwegs nachzudenken. Dabei war mir klar, dass ich mich von einer tollen Schule nur an eine ebensolche versetzen lasse. Die Entwicklung des Gymnasiums Edenkoben habe ich dabei schon lange verfolgt und durfte die Schule bei verschiedenen Gelegenheiten besser kennenlernen. Ich bin von Herzen froh, dass die Versetzung geklappt hat und dass ich schon seit einigen Monaten intensiven Kontakt zur Schulleitung und zum Kollegium haben darf. In die Zeit meiner Entscheidungsfindung im Sommer 2024 fiel übrigens die Aktion „Hand in Hand für Demokratie“ mit den vielen blauen Händen in den Fenstern. Diese hat mich wirklich beeindruckt, da auch ich die Demokratieerziehung für eine der zentralen Aufgaben unserer Zeit halte. Eine meiner ersten Begegnungen mit den Edenkobener Schülerinnen und Schülern war mein Besuch bei der Klausurtagung der Schülervertretung im vergangenen Dezember. Dort erfuhr ich ein sehr herzliches Willkommen und bekam aber auch ebenso charmant wie klug einige Anliegen der Schülerschaft vorgetragen. So habe ich den Eindruck gewonnen, dass am Gymnasium Edenkoben junge Menschen ihre Schule wirklich mitgestalten wollen und auch dürfen. Das hat mir imponiert und ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit der SV.

 

Als Naturwissenschaftler mit Leib und Seele gefällt mir natürlich, dass auch das Gymnasium Edenkoben hier einiges jenseits des Fachunterrichts zu bieten hat – seien es die sehr erfolgreiche AG Jugend forscht, der technologisch perfekt ausgestattete Maker Space, die Imkerei-AG u. v. a. Noch wichtiger ist mir aber, dass ich eine Schule leiten darf, die auch viele meiner weiteren Interessen abbildet und unseren Schülerinnen und Schülern ein so großes Spektrum an Möglichkeiten bietet. Das europäische Programm Erasmus+ verbunden mit den vielen Austauschen ermöglicht jungen Menschen eine Vorbereitung auf das Leben und Arbeiten in einer internationalisierten Welt. Aus meiner Studienzeit in Sheffield (GB) und dem Forschungsaufenthalt in Minneapolis (USA) weiß ich, wie wichtig das ist, und vor allem, wie viel Spaß mir das damals gemacht hat.

 

Das Gymnasium Edenkoben nimmt aber einen viel umfassenderen Bildungsauftrag wahr, als nur die Dinge zu vermitteln, die zu einem beruflichen Erfolg führen können. Es vermittelt ganzheitliche Bildung im besten Sinne. Dazu gehören z. B. die Chorklasse und das umfassende Musikangebot oder auch das Fach Darstellendes Spiel und die Theater-AG. Ich selbst habe in meiner Schul- und Studienzeit viel Theater gespielt und habe dies immer als enorm bereichernd erlebt. In Zeiten, in denen junge Menschen viel zu viel Zeit vor allen Bildschirmen verbringen, ist es eine gesunde Entwicklung, dass wir auch Partnerschule des Sports mit einem sehr umfassenden Angebot sind. Ich nehme mir das als Ansporn, im Sommer mindestens zwei Mal pro Woche mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen. Besonders wichtig ist mir zudem, dass das Gymnasium Edenkoben junge Menschen bei der Entwicklung von Werten und Haltung unterstützt: Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit der Courage-AG, der Fair-Trade-AG, den Streitschlichter-Paten, der Schulseelsorge u. v. a.

 

Wie bereits erwähnt, durfte ich die Schulgemeinschaft des Gymnasiums Edenkoben seit dem vergangenen Sommer etwas kennenlernen. Ich konnte den Studientag miterleben, durfte bei den Tagen der offenen Tür schon gemeinsam mit Herrn Jähne begrüßen, hatte Kennenlerngespräche mit den Schulleitungsmitgliedern und selbst beim wundervollen Weihnachtskonzert sowie der sensationellen Weihnachtsfeier des Kollegiums durfte ich zu Gast sein. Dafür bin ich unendlich dankbar. Ich habe diese Schule bisher als sehr offen und zugewandt erlebt, vom Engagement des Kollegiums bin ich zutiefst beeindruckt. Die Schülerinnen und Schüler empfand ich als total einsatzfreudig, aber insbesondere auch nett und aufgeschlossen – ich konnte bei meinen bisher wenigen Besuchen schon viele nette Gespräche führen.

 

An den Tagen der offenen Tür durfte ich ebenso eine sehr engagierte Elternschaft erleben. Zum einen waren das Mitglieder des Schulelternbeirats, die bei Führungen durch „ihre“ Schule eine tiefe Verbundenheit mit dem Gymnasium Edenkoben gezeigt haben. Zum anderen waren es Eltern der BEGYS-Klasse, die voll hinter diesem neuen Konzept stehen und mir eindrücklich seine Erfolge geschildert haben.

 

Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit euch und Ihnen. An meinem ersten Schultag darf ich gleich – verteilt auf den Vormittag – alle Schülerinnen und Schüler in der Aula kennenlernen. Das ist mir sehr wichtig! Ich wünsche mir für meine Tätigkeit hier einen vertrauensvollen Umgang miteinander in einer angenehmen Atmosphäre – schließlich ist Schule nicht nur ein Arbeitsraum, sondern auch ein Lebensraum. Ich möchte hier nicht nur als Schulleiter ankommen, sondern auch als Mensch.

 

 

Herzliche Grüße

 

 

Dr. Christian Bayer